Strukturformel
Allgemeines
Freiname Sildenafil
Andere Namen 1-{[3-(1-Methyl-7-oxo-3-propyl-6,7-dihydro-1H-pyrazolo[4,3-d]pyrimidin-5-yl)-4-ethoxyphenyl]sulfonyl}-4-methylpiperazin (IUPAC)
Summenformel C22H30N6O4S
CAS-Nummer 171599-83-0
PubChem 5212
ATC-Code G04BE03
DrugBank DB00203
Kurzbeschreibung PDE-5-Hemmer
Viagra Patienteninformation

Viagra Wiki: Sildenafil gegen Impotenz

 

Erektile Dysfunktion, oder Erektionsstörung (Impotenz) ist wiederkehrende Unfähigkeit des Mannes, eine für Sexualkontakt ausreichende Erektion zu erzielen oder aufrecht zu erhalten. Die Häufigkeit des Auftretens von erektilen Störungen steht im direkten Zusammenhang mit dem Alter und beträgt:

  • 4% bei Männern unter 50 Jahren
  • 26% bei Männern zwischen 50-59 Jahren
  • 44 bis 67% bei Männern ab 60 Jahren

Die letzten Jahre sind generell durch immer zunehmende kardiovaskuläre Morbiditätskennziffer in Industrieländer der Welt markiert. Jeweils steigt auch die Anzahl der Männer, die an Impotenz leiden. Viele Risikofaktoren für koronare Herzerkrankungen wie Bluthochdruck, Diabetes, Störungen des Blutcholesterinspiegels und Arteriosklerose, sowie Fettleibigkeit und Rauchen können direkt oder indirekt das Risiko der Impotenz erhöhen. Darüber hinaus kann Therapie mit einigen Arzneimitteln wie Blutdrucksenker und Antidepressiva auch von sexuellen Störungen begleitet werden – Häufigkeit des Auftretens der Erektionsstörungen liegt i.D. bei 25% Patienten). Daher wird erektile Dysfunktion zu immer mehr gravierendem gesundheitlichem Problem.

Viagra ist das erste und bekannteste Präparat für Behandlung der Störungen solcher Art. Klinische Forschungen beweisen hohe Erfolgsrate der Sildenafil Anwendung bei folgenden Gruppen der Patienten:

  • bei Männern mit psychogener erektiler Dysfunktion;
  • bei Diabetikern;
  • bei bestehender Atherosklerose;
  • bei Schäden der Nerven und Gefäßen des Penis;
  • nach Rückenmarksverletzungen und bei anderen verwandten klinischen Bedingungen;
  • sowie bei Patienten, die eine Reihe von Arzneimitteln regelmäßig einnehmen müssen.

Allerdings werden Erektionsprobleme durch Anwendung von Potenzmitteln nicht komplett ausgeheilt. Viagra Patienteninformation unterstreicht, dass das Medikament nur einer vorübergehenden Besserung bzw. Beseitigung der sexuellen Unfähigkeit beim Mann dient.

Viagra Anwendung und klinische Erfolgsquoten

Die Wirksamkeit und Unbedenklichkeit von Sildenafil Anwendung gegen Erektionsstörungen wurden im Rahmen von 21 randomisierten Placebo-kontrollierten Studien ausgewertet, an denen 3000 Männer mit erektiler Dysfunktion verschiedener Genese (organischer, psychogener oder gemischter) im Alter von 19 bis 87 Jahren innerhalb von 6 Monaten teilnahmen. Allgemeine Erfolgsrate wurde anhand der globalen Erektionstagebücher, sowie des validierten Fragebogens über den Status der sexuellen Funktion International Index of Erectile Function und Umfrage der Partner bestimmt.

Effektive Viagra Anwendung, definiert als Fähigkeit, eine für befriedigenden Geschlechtsverkehr ausreichende Erektion zu erreichen und aufrechtzuerhalten, wurde in allen Studien nachgewiesen und in weiterer Folge in Langzeitstudien innerhalb von 1 Jahr bestätigt. Festdosis-Studien berichteten über Anteil der Patienten wie folgt, bei denen Sildenafil Anwendung die Erektionen verbessert hat: bei 62% (Sildenafil-Dosis – 25mg), 74% (Sildenafil Dosis – 50mg) und 82% (die Sildenafil Dosis – 100mg) im Vergleich zu 25% in der Placebo-Gruppe. Die Analyse des internationalen Index der erektilen Funktion hat gezeigt, dass neben der Verbesserung der erektilen Fähigkeit auch die Qualität des Orgasmus, intime Sättigung und allgemeine Zufriedenheit verbessert werden konnten.

Zusammengefassend berichteten 59% der diabetierten Patienten, 43% der Patienten nach radikaler Prostatektomie und 83% der Patienten mit Rückenmarksverletzungen (gegenüber jeweils 16, 15 und 12% in der Placebo-Gruppe) über Verbesserung der erektilen Funktion nach Viagra Anwendung.

Viagra Anwendungsgebiet schließt auch Prävention der fibrotischen Gewebsveränderungen bei ED-Patienten nach radikaler Prostatektomie um, die durch Stimulation der Blutzufuhr zu tiefen Gewebe erzielt wird. Nach dem gleichen Prinzip empfehlen medizinische Viagra Infos langfristige Nutzung des niedrigdosierten Medikaments für die Rehabilitation von Patienten nach transurethralen und proktologischen Operationen.

Es wurde ebenfalls positiver Einfluss von Sildenafil auf die Durchblutung des Myokards festgestellt. Regelmäßige Viagra Anwendung kann anscheinend den Sterblichkeitskoeffizient von Myokardinfarkt verringern. Die Professorin N.Padma-Nathan bewies, dass die Sterbeziffer von Myokardinfarkt bei 0,26% der ED-Patienten, die mit Sildenafil behandelt wurden, im Jahr lag, während die von der Allgemeinbevölkerung so hoch wie 0,6% war.

Wissenswerte Viagra Infos: Rückblick in die Geschichte

Von Anfang her wurde die blaue Pille dank ihrer Nebenwirkung weltberühmt. Potenzsteigernde Wirkung des Medikaments wurde per Zufall im Jahr 1992, und zwar im Rahmen der von der pharmazeutischen Firma "Pfizer" durchgeführten klinischen Studien an Freiwilligen des neuen Medikaments zur Behandlung von Herzerkrankungen Sildenafil Zitrat entdeckt. Die unmittelbaren Ergebnisse der klinischen Studien mit Sildenafil, Erfindung von P.Dunn und A.Wood für Therapie der koronaren Herzkrankheit, waren fehlschlagend. Viele Teilnehmer berichteten dennoch über eine besondere Nebenwirkung, nämlich eine ausgeprägte Wirkung auf den Blutfluss der Beckenorgane (einschließlich des Penis). So ergab sich letzendlich die Idee, dieses Medikament zur Behandlung der erektilen Dysfunktion einzusetzen.

Globale Würdigung der Perspektiven von Viagra Anwendung war gleich auf dem Platz. Das Präparat hat seinen Erfindern mehrere internationale Auszeichnungen gebracht. Einige davon sind:

  • 1998 wurde Viagra im Rahmen der Ausschreibung des Nobelpreises für Medizin und Physiologie erwähnt;
  • es wurde mit Galen Preis in den Niederlanden (1999), in Frankreich und im Vereinigten Königreich (2000) und in Kanada (2001) belohnt;
  • das Pharmaunternehmen Pfizer wurde im Jahr 2001 mit dem Queens Award for Enterprise Preis (Großbritannien) für Entdeckung und Entwicklung von Viagra ausgezeichnet.

Viagra Patienteninformation: pharmakologische Wirkung

Sildenafil Anwendung verbessert die beeinträchtigte erektile Funktion und stellt natürliche Reaktion auf sexuelle Stimulation wiederher. Viagra übt eine periphere Wirkung auf die Erektion. Der physiologische Mechanismus der Erektionsbildung beinhaltet die Freisetzung von Stickstoffmonoxid (NO) im Schwellkörper als Antwort auf sexuelle Stimulation. Sildenafil Zitrat fördert die Entspannung der Schwellkörper indirekt, indem er die entspannende Wirkung von NO auf das Gewebe verstärkt. Bei aktiver Einwirkung von NO auf Cyclisches Guanosinmonophosphat (cGMP), die während der sexuellen Erregung stattfindet, erhöht sich der cGMP-Spiegel infolge der PDE-5 hemmenden Wirkung von Sildenafil, so Viagra Wiki. In dieser Hinsicht ist sexuelle Stimulation für die Manifestation der pharmakologischen Wirkung des Potenzmittels erforderlich.

Das aktuelle Viagra Anwendungsgebiet

Das gesamte Viagra Anwendungsgebiet lässt sich heute alleine mit Therapie der erektilen Störungen jedoch nicht eingrenzen und ist bedeutend breiter. Neben der Verbesserung von Funktionen der Geschlechtsorgane haben die Wissenschaftler die Fähigkeit des Präparats entdeckt, en Blutdruck in den Lungenarterien zu senken. Sildenafil Zitrat kann weitgehend Lungenblutungen mit dem möglichen letalen Ausgang verhindern. Diese Erkrankung heißt pulmonale Hypertonie. Die wohltuende Wirkung von Sildenafil wurden bei Patienten mit PAH mit assoziierter systemischen Sklerodermie (SSc) nachgewiesen. Dabei ist Sildenafil Anwendung bei Patienten mit pulmonaler Hypertonie mit systemischer Sklerose erst angebracht, wenn andere Arzneimittel keine Wirkung gezeigt haben.

Bluthochdruck kann insgesamt zu Viagra Anwendungsgebiet gezählt werden, da Sildenafil eine relevante Senkung des Blutdrucks durch seine vasodilatatorische (gefäßerweiternde) Wirkung infolge der Erhöhung der cGMP-Werte in vaskulären glatten Muskelzellen hervorruft.

Eine weitere interessante Idee der Sildenafil Anwendung wurde von kroatischen Ärzten angeboten. Im Laufe der klinischen Studie fanden sie heraus, dass das Medikament die Menge an Fettgewebe reduzieren kann. Deshalb arbeiten sie jetzt an der Entwicklung der Anti-Zellulitis-Creme mit dem Viagra Wirkstoff in der Formel.

Außerdem hat das Präparat sich gut in der Transplantationsmedizin bewährt. Amerikanische Studien haben eine hohe Effektivität des PDE-5-Hemmers für die Blutdrucksenkung bei Patienten nach einer Herztransplantation bemerkt. Dabei verursachte Sildenafil deutlich weniger Nebenwirkungen als klassische Antihypertensiva. Viagra Anwendungsgebiet kann auch durch Behandlung des Raynaud-Phänomen ergänzt werden, wenn das Medikament ebenfalls gefäßerweiternd wirken kann.

Wirkung bei Kinderwunsch: Viagra Wiki

Stimulation von Uterusblutung mit Hilfe von Viagra kann auch bei Frauen effektiv sein, die wegen beeinträchtigter Gebärmutterschleimhaut nicht schwanger werden können. Solche Behandlungsweise der endometrialen Unfruchtbarkeit wurde bereits durch US Wissenschaftlern getestet. Sie meinen, dass die verbesserte Blutversorgung des Endometrium seinen Zustand positiv bewirken kann. Zur Bestätigung dieser Hypothese wurde eine Studie in der Behandlungsgruppe von 73 Frauen mit Endometriumstörungen durchgeführt. Dabei haben die Probandinnen Sildenafil am Anfang des Menstruationszyklus erhalten. Bei 70% der Patientinnen wurde signifikante Verbesserung des Zustands des Endometriums unter Viagra Anwendung verzeichnet. Dies ermöglichte einen Versuch der In-vitro-Fertilisation mit erhöhten Chancen des Embryoneneinwachsens. Nachfolgend wurden 45% der Frauen erfolgreich mit Hilfe von IVF schwanger, während die Erfolgsrate in der Kontrollgruppe bei 2% lag. Allerdings konnten diese Ergebnisse in einigen anderen randomisierten Studien nicht bestätigt werden.

In einigen Fällen kann das Potenzmittel wirklich die Chance einer erfolgreichen Empfängnis erhöhen, vor allem bei Patienten, die an mangelhafter erektiler Funktion leiden, wobei aber ihre quantitativen und qualitativen Indikatoren der Spermien ziemlich hoch sind. Mit Hilfe von Viagra schaffen sie aber, vollständige Geschlechtskontakte häufiger zu haben und dadurch die Chancen auf eine Schwangerschaft zu erhöhen.

Wichtiger Hinweis: Diese Viagra Patienteninformation dient alleine zu Informationszwecken. Nehmen Sie das Potenzmittel ohne Konsultation Ihres Arztes nicht ein.

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